6. Verhandlungstag gegen die Brandstifter aus Altena

Der Verhandlungstag am Mittwoch, den 06.06.2016 beschäftigte sich primär mit vier Zeugen, die Bekannte/Freunde eines oder beider Angeklagten sind. Konsens der Vernehmungen war, dass sich weder Dirk Denkhaus noch Marcel Nitschmann vor der Tat auffällig negativ und/oder fremdenfeindlich bezüglich Geflüchteter geäußert hätten. Im Generellen habe man innerhalb des Freundes- und/oder Bekanntenkreises wenig über die Flüchtlingspolitik gesprochen. Vereinzelt wurde deutlich, dass die Angeklagten sehr wohl zumindest als Angst bezeichnete negative Emotionen bezüglich Geflüchteten empfunden haben sollen und diese auch zeitweise äußerten.
Im weiteren Verlauf wurden die Zeugen dahingehend befragt, ob sie im Nachgang der Tat mit den Angeklagten über das Geschehnis geredet haben. Der Zeuge Benedikt Braeuker sagte aus mit Dirk Denkhaus nach der Tat gesprochen zu haben. Allerdings habe dieser , nachdem Braeuker ihn ansprach, weitestgehend geschwiegen und es sei deutlich geworden, dass Denkhaus das Thema äußerst unangenehm sei. Kevin Gosmann berichtete, dass Marcel Nitschmann ihm im Nachhinein von der Tat berichtet habe. Er sei daraufhin sehr überrascht gewesen und habe auf die Frage warum er dies getan habe keine wirkliche Antwort gegeben. Der Zeuge Rouven Hymmen  berichtete, dass Nitschmann „am Boden zerstört“ gewesen sei, als bekannt wurde, dass er für die Tat verantwortlich ist. Um seinen Freund nicht weiterhin zu belasten, oder ihm emotional zu nahe zu treten habe es seinerseits allerdings keine Nachfragen gegeben, warum er die Tat begangen hat.
Ein weiteres Thema des Verhandlungstages war die erneute Auswertung, die aufgrund eines massiven Fehlers des Verfassungsschutzes notwendig geworden war, des Handys von Dirk Denkhaus. Es kam immer wieder zur Sprache, dass eindeutige Bilder und Facebookkonversationen gefunden worden seien, die sicher darauf hinweisen, dass Denkhaus „gar kein Freund der Flüchtlingspolitik“ sei. Im weiteren Verlauf wird auch Nitschmanns Handy erneut untersucht werden.

Der Prozess wird am Freitag, den 08.07.2016 im Landgericht haben fortgesetzt.

ak antifa Hagen

aktionskreis antifaschismus hagen, antifa

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